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Strategie & Innovation

Das Bild der Open Educational Resources als Geschäftmodell

Geschäftsmodelle für Open Educational Resources (OER) – der Titel des Workshops hörte sich vielversprechend an. Also machte ich mich vor ein paar Wochen auf den Weg in den Süden. Die Stuttgarter Innovationsagentur für IT und Medien (MFG) veranstaltete diese sehr gut besuchte und organisierte Veranstaltung. Meine Mitstreiter: zirka fünfzehn Frauen und Männer, vor allem aus dem Bereich der Erwachsenenbildung / Coaching, dazu ein Universitätsmitarbeiter (Schlagwort Moocs, was sonst?), ein Redakteur von Planet Schule und ein Verlagsvertreter. Eine bunte Mischung, zu der ich das Thema „Schule“ beisteuerte.

SWOT-Analyse

Der Workshop wurde von Dr. Conrad Lienhardt aus Linz geleitet. Besonders interessant fand ich, dass Herr Lienhardt eine SWOT-Analyse verwendete, um in der Gruppe Klarheit darüber zu schaffen, an welchen Punkten Geschäftsmodelle für OER griffig werden könnten. Ein SWOT-Analyse ist eine gängige Methode, um eine Geschäfts-, Produkt- oder Marketingidee zu analysieren und daraus Handlungsstrategien abzuleiten.

Die vier Buchstaben SWOT stehen für vier Felder, die Antipoden bilden:

Begonnen wird mit den zwei:

Strenghts (Stärken) – Weaknesses (Schwächen)

Daraus ergeben sich die zwei weiteren:

Opportunities (Chancen) – Threats (Risiken)

SWOT von Open Educational Resources

Die Idee, SWOT allgemein auf OER anzuwenden, erschien mir zunächst sehr ungewohnt, vor allem da es sich dabei nicht um eine Geschäftsidee oder um ein Unternehmen handelt. Jedoch hat es sich schnell als gute Methode herausgestellt, um in der Gruppe sowohl über die gesellschaftliche Relevanz als auch über die Kritik an OER zu sprechen. Nun habe ich Notizen aus der Diskussion in einem offenen Google-Doc zusammengefasst. Diese Notizen sind in der Gruppe innerhalb von 15 Minuten entstanden und daher ausbaufähig. Die Datei ist zum Editieren da – ich bin sehr gespannt, was aus dieser Tabelle wird!

Hier geht es zur Google-Doc-Tabelle

SWOT_Analyse_OER

Ein Kommentar

  1. Müller Philipps Sohn
    Posted 20/06/2014 at 15:53 | Permalink

    Aus langjähriger Erfahrung möchte ich zunächst ,al den Sinn einer solchen pauschalen SWOT bezweifeln. OER umfasst ein solch weites Feld von Medien und Medienkombinationen, dass eine spezifiziertere Fragestellung notwendig ist

    Dazu kommt die Kernfrage nach der Finanzierung. Diese nur als Schwachstelle unter anderen zu subsumieren ist Unsinn. Wie viele geförderte (gute) Projekte sind im Nirvana gelandet, weil kein ordentlicher Business Plan dahinter stand? Solange die Nutzung umsonst ist, ist die Begeisterung groß, kommt man dann zum Generieren von Einnahmen ist es meistens vorbei. Das gute alte Schulbuch hat ein gutes Geschäftsmodell dahinter. Dieses Geschäftsmodell ist die Konkurrenz, die es zu schlagen gilt, nicht ein irgendwie ‚verbesserter‘ Content.

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